Karl-August-Kiez

Karl-August-Kiez wird erstes Modellprojekt in Charlottenburg

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat die Krumme Straße in Charlottenburg auf dem Teilabschnitt zwischen Goethe- und Pestalozzistraße am 1. Mai in einem mehrmonatigen Verkehrsversuch geöffnet; ab sofort ist die Straße für den motorisierten Durchgangsverkehr gesperrt. Mit diesem Test erreicht die am 17.09.2019 gegründete Nachbarschaftsinitiative „Karl-August-Kiez lebenswert“ ihr erstes wichtiges Etappenziel durch bauliche Maßnahmen tatsächlich durchzusetzen. Mehrere Anträge in der BVV unterstützten die Initiative in ihren Zielen. Die Dringlichkeit dieser Maßnahme zeigte auch die große Zustimmung der Anwesenden zu dieser Veränderung der Verkehrssituation im Kiez in der am 18.09.2020 durchgeführten Anwohner*innenversammlung mit Stadtrat Oliver Schruoffeneger.

Was heißt das für den Autoverkehr?
Der motorisierte Verkehr kann damit nicht mehr durch diesen Abschnitt der Krumme Straße durchfahren – sämtliche Grundstücke in diesem Bereich werden weiter von den Anlieger*innen, Feuerwehr, Entsorgungsunternehmen, Lieferverkehr erreicht. Fahrräder, Lastenräder können diesen Bereich an der Gehwegvorstreckung zwischen dem Restaurant „La Plaza“ und dem gegenüberliegenden Kandelaber jedoch weiterhin – in Schrittgeschwindigkeit – durchfahren und überqueren. Welches Ergebnis erhofft sich die Nachbarschaft? Die Nachbarschaftsinitiative will mit dieser Maßnahme erreichen, dass der seit Jahren massiv zunehmende Durchgangsverkehr in diesem hervorragend an den ÖPNV angebundenen Kiez reduziert wird, der Parksuchverkehr geringer und die Sicherheit, Luft- und Aufenthaltsqualität für alle Bewohner*innen, Besucher*innen und Kund*innen verbessert wird. Das Berliner Mobilitätsgesetz von 2018 verstärkt als rechtliche Grundlage die Ziele der Anwohnenden. Die TU Berlin, Institut für Stadt- und Regionalplanung, LABOR K, werden diese Maßnahme zur Verkehrsberuhigung wissenschaftlich begleiten.

Wie kann es danach weitergehen?
Die Nachbarschaftsinitiative – gemeinsam mit den Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, SPD und DIE LINKE der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf – verfolgt das Ziel, dass diese bisher zeitlich befristete Maßnahme in der Krumme Straße verstetigt wird. Sie soll zum Auftakt der Verkehrsberuhigung des gesamten Kiezes als erstes Modellprojekt „Karl-August-Kiez“ in Charlottenburg werden. Damit kann der Fuß- und Radverkehr rund um den seit langem vernachlässigten Karl-August-Platz endlich den Stellenwert erhalten, den er verdient. Im Zuge dessen setzt sich die Nachbarschaftsinitiative dafür ein, ein übergeordnetes Parkleitsystem für Besucher*innen in die bestehenden Parkhäuser zu installieren, Parkplätze nur für Anwohnende auszuweisen, den Karl-August-Platz neu zu gestalten und die Nachbarschaft sozial und kulturell zu aktivieren.

Karl-August-Kiez_lebenswert
ein Projekt von Changing Cities e. V.
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Für Fragen und weiteres Material wenden Sie sich bitte gern an
Gesine Wulf, ed.ze1623794970ik-ts1623794970ugua-1623794970lrak@1623794970esser1623794970p1623794970