Einwohner*innenantrag für Kaskel-Kiezblock an den Bezirk überreicht

Am Mittwoch, den 11. Mai, erfolgte nun endlich die Übergabe der gesammelten 1.420 Unterschriften an die Vorsteherin der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Kerstin Zimmer in Anwesenheit des Bürgermeisters Michael Grunst und der stellvertretenden Vorsitzenden des Verkehrsausschusses Daniela Ehlers am Rathaus Lichtenberg. 

Wir wollen die Straßen wieder für Menschen statt für Durchgangsverkehr öffnen – und nicht nur wir! Für die Victoriastadt, wie unser Kiez mit rund 4.200 Anwohner*innen auch genannt wird, sind 1.420 gesammelte Unterschriften ein enormer Erfolg. Unsere Initiative, die bereits 2019 gegründet wurde, war eine der ersten Kiezblock-Bürger*innen-Initiativen von nunmehr 57 Stadtvierteln in der Hauptstadt, die ihr Wohnviertel vom Durchgangsverkehr befreien wollen.

Übergabe des Einwohner*innen-Antrages Kaskel-Kiezblock an Kerstin Zimmer, Vorsteherin der Lichtenberger BVV

Mit dem Auto in den Kaskelkiez zu fahren und als Anlieger*in dort zu parken, soll auch weiterhin und jederzeit möglich sein. Jedoch soll es die derzeit noch stark genutzten Abkürzungen mit dem Auto durch die mit Kopfsteinen gepflasterten Straßen rund um die Türrschmidt- und Kaskelstraße, auf denen sich während der Hauptverkehrszeiten die Autos stauen, zukünftig nicht mehr geben. „Denn der Kfz-Durchgangsverkehr ist für alle Anwohner*innen und gerade die vielen Kinder im Kiez, die diese Straßen auf ihren Kita- oder Schulwegen überqueren müssen, wirklich ein Problem – ganz abgesehen von Lärm und Abgasen“, sagt Eckhard Gauterin, einer der Initiatoren der Initiative. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass mehr als ein Drittel der Anwohner*innen unsere freiwillige Initiative mit ihrer Unterschrift unterstützen.

Übergabe des Einwohner*innen-Antrages Kaskel-Kiezblock vor dem Rathaus Lichtenberg

Martin Schaefer (CDU), der als Stadtrat für den Verkehr in Lichtenberg zuständig ist, hatte sich während eines Kiezspaziergangs im Sommer 2020 ein Bild vom Durchgangsverkehr gemacht. Auch er sah Handlungsbedarf.

Nicht nur mit Politik und Verwaltung, auch mit Bewohner*innen und Gewerbetreibenden des Kiezes ist die Initiative seit ihrer Gründung mit unterschiedlichen Aktionen immer wieder in den Dialog getreten. „Der Kaskelkiez ist unser gemeinsames Wohnzimmer. Es ist uns wichtig, mit möglichst vielen Bewohner*innen zusammen zu überlegen, wie wir den wertvollen öffentlichen Raum in unserem Kiez nutzen und gestalten wollen“, erklärt Kathrin Boerger, die sich schon seit über 15 Jahren für eine Verkehrsberuhigung im und um den Kaskelkiez engagiert. „Deswegen ist eine der Forderungen in unserem Antrag, einen breit angelegten Bürger*innen-Beteiligungsprozess im Kiez durchzuführen, in dem noch mehr Menschen ihre Vorstellungen einbringen und wir eine gemeinsame Vision für die Gestaltung unseres Kiezes entwickeln“, ergänzt Jennifer Hansen, die die Initiative mit gegründet hat.

Übergabe des Einwohner*innen-Antrages Kaskel-Kiezblock vor dem Rathaus Lichtenberg

Die Übergabe der 1.420 Unterschriften der Kaskel-Kiezblock-Initiative an die Bezirksverordnetenversammlung stellt den Auftakt für den ersten Kiezblock in Lichtenberg dar, denn mit dem Weitlingkiez, der bei der Übergabe mit dem Sammeln der Unterschriften startete, und Alt-Lichtenberg stehen bereits die nächsten beiden Initiativen in den Startlöchern.